Website Cookies und Ihre Folgen


Was ist eigentlich ein Cookie?

Ein Cookie (englisch „Keks“) ist eine Textinformation, die die besuchte Website (hier „Server“) über den Browser im Rechner des Betrachters („Client“) platziert. Der Cookie wird entweder vom Webserver an den Browser gesendet oder von einem Skript (etwa JavaScript) in der Website erzeugt. Der Client sendet die Cookie-Information bei späteren, neuen Besuchen dieser Seite mit jeder Anforderung wieder an den Server. (Wikipedia)

Cookies speichern Informationen wie z. B. Ihre bevorzugte Sprache oder andere persönliche Seiten Einstellungen. Wenn Sie später diese Website erneut besuchen, übermittelt der Browser die gespeicherten Cookie-Informationen an die Seite zurück. Dadurch können individuelle und an Sie angepasste Informationen angezeigt werden. Cookies speichern in der Regel keine persönlichen Informationen, es sei denn, man gibt diese explizit irgendwo auf der Webseite ein, So können Cookies beispielsweise eine persönliche Ansprache auf einer Website ermöglichen.

Sehr oft werden Cookies zur Statistikerhebung genutzt, so kann man feststellen, woher der Besucher kommt, welchen Browser er beispielsweise verwendet oder aber auch, welche Seiten am meisten besucht werden etc. Es gibt bestimmte Anwendungen, wie z.B. Google Analytics, aber auch die sozialen Netzwerke, die mit Cookies arbeiten.

Die neue EU Cookie Richtlinie

Seit dem 25. Mai 2011 gibt es von der Europäische Union eine sogenannte  „Cookie-Richtlinie“. Ihr Ziel war es, dass nicht absolut notwendige Cookies nur mit der Zustimmung der Nutzer gesetzt werden dürfen. Diese Richtlinie sollte in erster Linie den  „Werbe-Cookies“ dienen, welche zielgerichtete Werbung anhand von Persönlichkeitsprofilen der Nutzer im Browser wiedergeben, diese Cookies werden auch als Targeting & Tracking-Cookies bezeichnet. Die Umsetzung auf den Webseiten erfolgt jedoch nach wie vor nur schleppend und Deutschland befindet sich rein rechtlich mit dem Cookie-Hinweis in einer sogenannten Grauzone, das heißt, es gibt eigentlich explizit nicht wirklich ein Gesetz, welches vorschreibt, dass man den Cookie Hinweis auf seiner Webseite setzt. Das liegt u.a. daran, dass es in Deutschland laut Telemediengestz  § 15 Abs.3  (TMG) festgelegt ist, dass man verpflichtet ist, den Nutzer über Cookies zu unterrichten und auf ein Widerspruchsrecht hinzuweisen. Dies kann aber auch in einer Datenschutzerklärung erfolgen, die seit 2015 ebenfalls auf jeder Webseite gesetzlich vorgeschrieben ist.

Weiterführende interessante und sehr informative Artikel gibt es auch auf folgenden Webseiten: E-Recht24 und auf der Webseite des Rechtsanwalts Robert Schwenke

Wie erkenne ich, dass eine Webseite Cookies verwendet?

In Google Chrome: Links oben in der Browserleiste vor der Internetadresse findest Du ein kleines Texticon, wenn Du darauf klickst, erhältst Du weiterführende Informationen über die besuchte Website, u.a. steht dort Cookies und man sieht die Anzahl der verwendeten Cookies. Klickt man auf diese Zahl erhält man wiederum nähere Informationen zu den einzelnen Cookies.

Im Firefox Browser: Dort ist oben links neben der Internetadresse ein kleines „Info“-Icon- also ein Icon mit einem I in einem Kreis, bei Klick darauf erhält man ebenfalls Informationen über die besuchte Website. wenn man dann auf den weiterführenden Pfeil klickt, erhält man ausführliche Sicherheitsinformationen zu der Website und darunter nochmals einen Button mit „weitere Informationen“. Bei Klick darauf, landet man in einem neuen Fenster mit ausführlichen Seiteninformationen, hier Sicherheit. Da sind auch wieder die Cookies zu finden, die man sich dann anzeigen lassen kann.

Auf der amerikanischen Seite Ghostery kann man sich verschiedene Browsererweiterungen zum Erkennen von Cookies herunterladen.

Wie kann ich mich vor Cookies schützen?

Grundsätzlich ist es möglich, nach jedem Besuch einer Internetseite, die Cookies im Browser zu löschen. Im Firefox gibt es beispielsweise die Option: „Cookies von Drittanbietern blockieren“. Eine ausführliche Anleitung dazu findet man auf der Support Seite von Firefox. Firefox Cookie-Info . Auch kann es hilfreich sein, durch sogenannte Browser Erweiterungen (Add-ons) Online Werbung automatisch zu blockieren, bei Google Chrome ist das beispielsweise das Add-on AdBlock, im Internet Explorer gibt es dafür das Gratis-Tool Simple Adblock. Wer ganz sicher gehen will, kann auch den Inkognito-Modus des Browsers nutzen, damit wird sicher gestellt, dass kein Verlauf und auch keine Cookies auf dem Rechner gespeichert werden!

Noch mehr Hinweise zum Schutz vor Cookies findet man hier: Selbstdatenschutz

Was muss ich als Webmaster tun?

Als Webmaster muss man eigentlich nur dann einen Cookie-Hinweis einbauen, wenn man Tracking Erweiterungen nutzt, wie beispielsweise Google AdSense, DoubleClick for Publishers und DoubleClick Ad Exchange. Ansonsten reicht auch der Hinweis auf den Datenschutz, der ebenfalls in Deutschland seit 2015 gesetzlich für jede Webseite vorgeschrieben ist. Viele Webmaster fühlen sich allerdings sicherer, wenn sie den Cookie-Hinwies nutzen, weil Sie die genauen Richtlinien nicht kennen. Daher wird auch von großen Portalen wie E-Recht24 beispielsweise immer empfohlen, einen Cookie-Hinwies auf die Webseite zu setzen.

Wie kann ich den Cookie Hinweis praktisch umsetzen?

Für die meisten CMS Systeme wie z.B. WordPress oder Joomla gibt es mittlerweile Erweiterungen, die man auf der Webseite einbauen und entsprechend anpassen kann. Für statische HTML Seiten gibt es ebenfalls eine Menge Scripte zur freien Verfügung, am besten Googelt man einfach mal nach „cookie hinweis script“ oder „cookie hinweis einbauen“, dann findet man zahlreiche Vorschläge und Scripte zum Einbau auf der eigenen Webseite.

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